mit Jens Heissler
Jens Heissler
meditative Bildbetrachtung Am letzten Oktoberwochende fand von Samstag- bis Sonntagabend das fünfte Treffen der „Jungen Hochschule“ statt. Ein dieses Mal kleiner Kreis von acht Teilnehmer*innen traf sich, um in eine vertiefte Beschäftigung mit den Inhalten und Mantren der 5. Klassenstunde zu kommen.
Nach Ankunft am Samstagabend tauschten wir uns über persönliche Standpunkte und Alltagsquerbezüge zu den Klassenstunden aus. Abschließend wurde eine Zusammenfassung der bisher bearbeiteten Klassenstunden 1 bis 4 vorgetragen.
Nach dem Lesen und Hören der 5. Stunde am Sonntagmorgen sind wir mit meditativen Übungen in die Mantren eingestiegen. Dieser vertiefende Zugang hat sich anschließend für die ganze weitere Arbeit erhalten. Am Nachmittag haben wir u.a. eine malerische Annäherung an die Inhalte der Mantren in ihren deutlich artikulierten Polaritäten gewagt.
Wir, als Junge Hochschulgruppe, fordern uns stets neu damit heraus, für die jeweiligen meditativen Inhalte entsprechende methodische Werkzeuge zu erarbeiten, um vom bloßen Lesen und Hören über meditative Versenkung „in die Tiefe“ zu gelangen.
Unser diesmaliges Vorgehen für die 5. Klassenstunde kristallisierte sich derart heraus, dass nach dem Lesen der Klassenstunde jeder für sich in Wortmeditationen zu den Inhalten der Mantren überging. Durch stichwortartiges Festhalten der entstandenen inneren Bilder schufen wir eine Diskussionsgrundlage. Im Anschluss formten wir die erarbeiteten Inhalte in einer malerischen Annäherung künstlerisch aus.
Im Rückblick wurde deutlich, dass dieser wirkliche Einstieg, der den Bogen von der theoretischen Beschäftigung über das rekapitulierende Hören und das meditative Versenken bis hin zum künstlerischen Verarbeiten spannte, tatsächlich in die angestrebte Vertiefung und Auseinandersetzung mit dem mantrischen Spruchgut geführt hat. Dies wurde allseitig als belebend und befruchtend befunden. Für mich hat dieser dichte Austausch meditativ erarbeiteter Inhalte besonderen Wert, da auf diese Weise die persönliche Versenkung und der zwischenmenschliche Austausch zusammenfallen. Dadurch konnte aus meiner Sicht ein Hochschulcharakter in der Arbeit entstehen.
Ganz organisch hat sich aus dieser Arbeit ein Vorblick für das nächste Treffen ergeben, welches sich mit der 6. Klassenstunde befassen wird. Bei diesem werden wir - inhaltlich vorbereitet - zusammen den Versuch wagen, aus einem Akt freier Übereinkunft der Teilnehmer*innen uns auf ein methodisches Vorgehen zu verständigen; stets mit dem Ziel vor Augen, den Sprung vom sicheren Alltagsbewusstsein in den Selbsterfahrungsbereich des Überbewussten gemeinsam zu versuchen und darüber in einen Austausch zu kommen.
Wir freuen uns auf die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit im Februar 2022
Jens Heissler
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