mit Monika Elbert
Monika Elbert
Der große Ernst der Aufgabe der Anthroposophie mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement als welt- und sozialgestaltendes Element sollte hier mit der Freude an Begegnung in der Sommerzeit zusammenkommen. So wurde mit der Eröffnung der Tage das Grundanliegen klar benannt. Es ging darum, sich bewusst für die Anliegen der Anthroposophie zu begegnen und selbst Teil von Veränderung und Entwicklung zu sein. Dafür wurden viele Einstiegsmöglichkeiten geboten.
Die Basis dazu schufen drei inhaltlich sehr dichte Beiträge. Zunächst jener von dem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr. Matthias Wildermuth über Vertrauen, Täuschung, Selbsttäuschung und Selbstwirksamkeit. Die Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum, Dr. Karin Michael, sprach nachdrücklich und wachrüttelnd über die rasant wachsende Bedrohung des Menschseins durch das Einfallstor der medizinischen, zunehmend auch stark KI-gestützten Versorgung und durch den Verlust langwierig errungener Werte und menschlicher Würde. Dazu kam eine weitere sehr profunde und berührende Zuspitzung durch Prof. Dr. David Martin, Inhaber des Gerhard-Kienle-Lehrstuhls in Witten-Herdecke, am Vormittag des zweiten Tages, bei dem es aber auch an Humor nicht fehlte. Dies alles machte überdeutlich, wie sehr es für das Schaffen menschlicher Verhältnisse auf Erden nun auf jeden Einzelnen ankommt, der bereit ist zur Zusammenarbeit und zu wechselseitiger Unterstützung. Wie und durch was schaffen wir dieses Gemeinsame? Wo sind Kristallisationspunkte für Zusammenarbeit? Das waren die Fragen, auf deren Grundlage die Teilnehmenden Themen für ca. 16 Arbeitsgruppen formulierten.
So entstand in diesem gemeinsamen Arbeiten über die Tage eine besondere Mischung aus inhaltlich tiefster Ernsthaftigkeit und zugleich menschlicher Leichtigkeit und Freude an der Begegnung. Damit wurde es ein außerordentlich gelungener Versuch für ein vielfältiges Sozialgeschehen durch inhaltliche Konturierung, mit dem Anstoß und der Frage an den Einzelnen: Was machen wir daraus? Wie gehen wir damit weiter? Man kann so die vier Tage als Stufengeschehen zusammenfassen: zunächst startend und weckend mit substanziellen Inhalten, dann vielfältig in Begegnungen in Austausch kommend, im Weiteren Projekte vorstellend und dazu einladend und schließlich – aufs Notwendigste reduziert – nach einer sehr guten Aussprache zur Beachtung der rechtlichen Grundlagen für das Bestehen der AG die Mitgliederversammlung abhaltend.
Mitnehmen konnte man: Nichts wird einfach weiterrollen wie gehabt! Es ist stark eine Haltungsfrage an uns gerichtet. Wünsche ich mir nur Veränderung oder bin ich Teil davon? Die erfahrbaren Aufbaukräfte im Loslaufen sind: Leben erzeugt Leben – kein Weg ist umsonst. Das Interesse für die eigenen tieferen Fragen ist der Schlüssel zur Initiative. Das Neue gibt es nicht ohne Zweifel und Krisen, gerade weil es neu ist. Dranbleiben und sensibel hinhören bildet den Weg, den es bis dahin noch nicht gab. „Werde ein Mensch mit Initiative!“
Monika Elbert
13.10.26 20:00 – 17.10.26 20:30
Aus Uns Schöpfen Alles - Was uns beStärkt
Tagung, Mittwochabend
Rudolf Steiner Haus Stuttgart
21.10.26 19:00 – 20:30
AGS, Mittwochabend
RS-Haus – Großer Saal
24.10.26 10:00 – 17:30
MITGLIEDERTAG DER ANTHROPOSOPHISCHEN GESELLSCHAFT | ARBEITSZENTRUM STUTTGART, EINGELADEN SIND ALLE MITGLIEDER UND AN DER ANTHROPOSOPHIE INTERESSIERTE.
AZS, Mitgliedertag
Waldorschule Schwäbisch Hall
26.10.26 08:30 – 30.10.26 18:00
Menschenwissenschaft durch Kunst für Ärzte, Lehrer und therapeutisch Tätige
Tagung
Rudolf Steiner Haus Stuttgart
04.11.26 19:00 – 20:30
AGS, Mittwochabend
RS-Haus – Großer Saal
07.11.26 10:00 – 17:00
TAGESSEMINAR MIT MATTHIAS RANG (DORNACH/CH) UND KEES VEENMAN (HEEMSTEDE/ NL)
Seminar
RS-Haus – Fichtesaal
11.11.26 19:00 – 20:30
AGS, Mittwochabend
RS-Haus – Großer Saal
14.11.26 10:00 – 17:00
Außerordentlicher AZ-Tag - Zeitgemäße Gliederung einer Weltgesellschaft in ihren Aufgaben
AZS, Mitgliedertag
RS-Haus – Cafeteria