mit J.Probst, S.Knust
J.Probst, S.Knust
Klima | Foto: Pixabay Sebastian Knust: Können Sie umreißen, was das Klimaforum ist und mit welchen Intentionen es gegründet wurde?
Jörg Probst: Das Klimaforum ist eine Forschungsgruppe, die sich seit mehreren Jahren mehrmals jährlich zu mehrtägigen Arbeitstreffen zusammenfindet. Die gemeinsame Arbeit ist auf die Klimasituation gerichtet. Ausgehend von der Arbeit von Stefan Ruf steht der Begriff des „atmosphärischen Bewusstseins“ am Beginn der Arbeit der Forschungsgruppe. Hiervon ausgehend werden die notwendigen Transformationsprozesse erarbeitet und in Zusammenhang mit den vielen Wirkungsfeldern der Beteiligten gebracht. Die Verwandlung, die zur Lösung der Klimasituation erforderlich ist, setzt eine innere Verwandlung in den Menschen voraus. Gerade hier kann die Anthroposophie einen Beitrag leisten. Gearbeitet wird in der Gruppe nicht allein mit Vorträgen und Gesprächen, es gibt ebenso angeleitete Meditationsübungen zur Erfassung der Atmosphäre und ihrer Grenze. Beindruckend ist dabei, wie klein doch der atmosphärische Raum ist: Nur 16 km über uns liegt die Grenze der ersten Schicht. Hier hinein, in diesen kleinen Raum, geben wir das CO2 und die vielen anderen Produkte unseres Wirtschaftens. Dies wahrzunehmen, ist eine Arbeit der Gruppe und jedes Einzelnen. Führend ist dabei die Frage: Wo bin ich Beobachter und wo bin ich drinnen im System Welt, der „Gaia“, einer „lebenden Erde“?
SK: Was ist Ihr persönlicher Impuls zur aktiven Teilnahme am Klimaforum?
JP: Aus meiner persönlichen Sicht ist die Klimatagung ein wichtiger Schritt, die Klimafrage aus den vielen technischen und ökonomischen Diskussionen herauszuholen und zu sehen: Die Außenwelt ist ein Abbild unserer Innenwelt, hier liegt die Quelle der Transformation, hier kann aus dem Wissen um die Klimakatastrophe ein innerer Impuls werden und der Wille zur Verwandlung entstehen.
Das Forum stellt die Forschungsergebnisse der Beteiligten weiter zusammen und bietet damit eine lebendige Begegnungsebene für die einzelnen Beteiligten.
Für meine Arbeit als Berater für Energie und Nachhaltigkeit in Unternehmen und Einrichtungen ist die Forschungsarbeit eine wesentliche Grundlage, ein lebendiger Austausch zur Vertiefung der Arbeit an einer Transformation, die in der inneren Arbeit beginnt und dann Wirkung in der Welt hat.
SK: Welche Perspektiven ergeben sich und welche konkreten Planungen haben Sie mit dem Forum in der nächsten Zeit vor?
JP: In den kommenden Treffen wird der Beitrag der Forschungsgruppe zur geplanten Klimatagung im Juni 2024 Thema sein. Im Weiteren wird es eine Übung sein, wieder in einen Prozess mit der Welt zu kommen, einen Zugang zu entwickeln, in dem der Mensch einen positiven Beitrag zur Klimafrage leisten kann.
10.06.26 18:00 – 21:00
der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart
AGS, Mitgliederversammlung
RS-Haus – Großer Saal
17.06.26 19:00 – 20:30
Quellpunkt des anthroposophischen Kunstimpulses
AGS, Mittwochabend
RS-Haus – Großer Saal
21.06.26 10:00 – 19:00
Ein Rosenkreuzermysterium durch Rudolf Steiner Musik von Jitka Koželuhová (Uraufführung)
Kunst
RS-Haus – Großer Saal
24.06.26 19:00 – 20:30
Wie kann die Logik des Krieges überwunden werden?
AGS, Mittwochabend
RS-Haus – Großer Saal
27.06.26 14:00 – 23:59
Ein Fest der Sinne, Ideen und Begegnungen
AGS, Lange Nacht
Campus Uhlandshöhe und weitere Orte
29.06.26 14:30 – 21:30
Wo die Neurobiologie an Grenzen stößt
Vortrag
RS-Haus – Cafeteria
01.07.26 19:00 – 20:30
Motive der Grundsteinlegung des Rudolf Steiner Hauses
AGS, Mittwochabend
RS-Haus – Großer Saal
08.07.26 19:00 – 20:30
Die existenzielle Dimension der Beziehung zum Engel
AGS, Mittwochabend
RS-Haus – Großer Saal