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Auf dem Weg zum „Seelenumschwung“

Rudolf Steiners Weimarer Jahre

von DR. MARTINA MARIA SAM | 05.03.2025

Als Rudolf Steiner im Herbst 1890 nach Weimar ging, hoffte er, durch die Mitarbeit an der großen Goethe-Ausgabe einer „geist­gemäßen Weltanschauung“ den Boden bereiten zu können. Dass sich dies nicht erfüllte, sollte nicht die einzige Enttäuschung in diesen Jahren bleiben. Auch die zeitweise in Aussicht stehende Mitarbeit am Nietzsche-Archiv zerschlug sich, und seine „Philo­sophie der Freiheit“ fand nicht das erhoffte Echo. Immer größer wurde für ihn der Zwiespalt zwischen innerem Leben und äu­ßerer Tätigkeit; es wuchs – trotz geselligem Leben in Weimarer Künstler- und Gelehrtenkreisen – das Gefühl der Einsamkeit. Am Ende der Weimarer Zeit bereitete sich ein tiefgreifender „Seelen­umschwung“ vor, mit großer Bedeutung für Rudolf Steiners wei­teres Wirken.

DR. MARTINA MARIA SAM, Eurythmistin an der Goethe­anumbühne, Studium der Ger­manistik und Kunstgeschichte, zwölf Jahre Leitung der Sektion für Schöne Wissenschaften am Goetheanum. Heute als Heraus­geberin im Rahmen der Rudolf Steiner Gesamtausgabe sowie als freischaffende Autorin und Vortragende tätig

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