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Die Entdeckung des tätigen Ich als Schöpfer

von SUSANA ULRICH-ALVAREZ ULLOA | 20.05.2026

Die neuzeitliche Philosophie stellt den geistigen Menschen in den Mittelpunkt der Erkenntnis. Johann Gottlieb Fichte entdeckte das Ich als aktive schöpferische und tätige, geistige Kraft – nicht als passiven Beobachter der Welt. Das Ich setzt sich selbst und begegnet im „Nicht-Ich“ der Welt, an der es sich bewusst wird und tätig entwickelt. 

Aus anthroposophischer Perspektive erscheint Fichtes Entdeckung des tätigen Ich als ein bedeutender Schritt in der Bewusstseinsentwicklung der Menschheit. In seinem Denken kündigt sich bereits jene Erfahrung des geistig tätigen Menschen an, die in der Geisteswissenschaft weiter vertieft wird. 

Der Vortrag möchte einen Zugang zu Fichtes zentralen Gedanken eröffnen und zugleich zeigen, wie diese in einem anthroposophischen Verständnis des Menschen neue Perspektiven gewinnen können. Dabei wird insbesondere der Zusammenhang zwischen Selbsterkenntnis, Freiheit und schöpferischer Tätigkeit des Ich beleuchtet. 

SUSANA ULRICH-ALVAREZ ULLOA ist ausgebildet als Fluglotsin und Eurythmistin. Sie schloss ihr Studium der Philosophie und Indologie an der Universität in Tübingen mit einem Magister ab und arbeitet seit 35 Jahren als Heileurythmistin u. a. in freier Praxis. Sie ist als Dozentin international tätig, sowie Mitglied und Mitarbeiterin der Akanthos-Akademie in Stuttgart. 

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