Aussöhnung durch Rosenkreuzertum und Marienkultus
Die menschheitliche Polarität der Kainiten und Abeliten findet in anthroposophischen Zusammenhängen weniger Beachtung als die der Platoniker und Aristoteliker. Dennoch wirkt die erstgenannte Polarität in der Tiefe - Grundstimmungen prägend. Selten hört man von Schülern der Geisteswissenschaft Bekenntnisse zum Abeltum, eher die zum Kainstum. Rudolf Steiner war es entschieden um eine Aussöhnung zwischen beiden Grundströmungen zu tun. Er thematisierte sie im Zusammenhang mit der „Tempellegende“ ausgiebig in den frühen Jahren der Anthroposophischen Gesellschaft und griff den Faden in den 1920er Jahren im Rahmen esoterischer Zusammenkünfte wieder auf.
Im Vortrag wird ein Überblick über diese Verhältnisse gegeben. Außerdem wird es mit Blick auf die vergangene und zukünftige Menschheitsentwicklung um Geheimnisse der menschlichen Sprache gehen. Weiter wird untersucht, inwiefern zum einen das Rosenkreuzertum, zum anderen dasjenige, was Rudolf Steiner als Marien-Kultus anspricht, Ausblicke auf die künftige Aussöhnung erlauben, die er 1923 als noch nicht verwirklicht angesprochen hat.
KLAUS J. BRACKER, geb. 1956 in Berlin. Pflegeausbildung, Studium der Eurythmie, Heileurythmie und Klassenlehrer- Ausbildung. 30 Jahre tätig als Eurythmist, Heileurythmist und Klassenlehrer. Daneben freier Mitarbeiter der Zeitschrift „Novalis“. Heute vor allem schreibend und vortragend tätig. Seit 44 Jahren verheiratet und Vater von 5 Kindern.
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KOSTEN Eintritt frei, Spenden erbeten
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