THEMENTAG DER ANTHROPOSOPHISCHEN GESELLSCHAFT | ARBEITSZENTRUM STUTTGART MIT DR. MARKUS OSTERRIEDER
Der Krieg in der Ukraine deutet auf einen Knotenpunkt bislang ungelöster Menschheitsfragen. Die Frage nach der religiös-spirituellen Identität der Ostslaven (Russen, Ukrainer, Weißrussen) reicht bis auf den bedeutsamen Konzilsentscheid von 869/70 zurück („Abschaffung des Geistes“), in dessen Folge sich Europa in zwei kulturelle christliche Hälften zu trennen begann.
Wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen Spiritualität, Religion und Herrschaft, zwischen konservativer Tradition und sozialer Revolution? Auch der Gegensatz von städtischer und ländlicher Lebenswelt, die häufigen Bauernaufstände führen zur Entfaltung der modernen nationalen und sozialen Frage. Sie steckt in der umkämpften Bedeutung der „räumlichen Entwicklung“ des Ostslaventums, der heutigen Betonung der „multipolaren Welt“, aber auch der propagandistisch jeweils unterschiedlich genutzten Thematik des „Antikolonialismus“. Damit verbunden ist die geopolitische Dimension, die das strategische Verhältnis zu anderen Kulturen von den USA über Deutschland bis China prägt und bestimmt.
DR. MARKUS OSTERRIEDER, geb. 1961, studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politologie in München, Toulouse und Warschau. Nach Promotion und mehrjähriger Tätigkeit am Osteuropa- Institut in München arbeitet er heute als freier Historiker, Publizist, Dozent und Vortragender im In- und Ausland, vor allem an Fragen der Kulturvermittlung zwischen Ost und West.
INFOS & ANMELDUNG: bis Freitag, 03. Juli (wegen Planung, auch des Mittagessens)
KONTAKT: Ariane Pawlicki, Tel: 0711-16431-31, sekretariat@arbeitszentrum-stuttgart.de
KOSTEN: Teilnahme €30 + Verpflegung € 30
ORT: Rudolf Steiner Haus Stuttgart
VERANSTALTER: Arbeitszentrum Stuttgart
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