Während Rudolf Steiner als Begründer der Waldorfpädagogik, der anthroposophischen Heilpädagogik und Medizin sowie der biologisch- dynamischen Landwirtschaft vielfach anerkannt wird, steht er zugleich wegen Äußerungen in der Kritik, die nach heutigem Verständnis als rassistisch bewertet werden. Der Vortrag beleuchtet Steiners Leben und Wirken im historischen Kontext des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und untersucht vier zentrale Aspekte: seine Freiheitsphilosophie, seine Einstellung zu den Menschenrechten, seine Haltung zur deutschen Nation und zum Nationalismus sowie seine Aussagen zu „Rassen“. Der Vortrag zeichnet so ein facettenreiches Bild einer prägenden, aber umstrittenen Persönlichkeit in einer Zeit großer politischer und gesellschaftlicher Umbrüche.
Prof. Dr. ALBERT SCHMELZER, geb. 1950, ist Professor für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Waldorfpädagogik und Interkulturalität an der Alanus Hochschule, Standort Mannheim. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Pädagogischen Anthropologie, Waldorfpädagogik, Geschichtsdidaktik und zu den Weltreligionen.
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KOSTEN Eintritt frei, Spenden erbeten
VERANSTALTER Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart
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