Zum 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke
Überrascht durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges konnte Rilke nicht mehr in seine Wohnung nach Paris zurückkehren. Wie immer wieder in seinem Leben wurde er heimatlos und verbrachte die Kriegsjahre in München. Er erlebte den Krieg als ungeheure Verwundung, verfolgte die Politik und versuchte auf ganz eigene Weise Einfluss zu nehmen. Über viele Monate fühlte er sich wie gelähmt, dann aber entstanden einige seiner großartigsten Dichtungen wie die 4. Duineser Elegie, das Requiem auf den Tod eines Knaben und „Der Tod Moses“. Mit Anthroposophen wie Elya Nevar, Albert Steffen und Alexander von Bernus hatte er intensive Begegnungen, erlebte ein einziges Mal einen Vortrag Rudolf Steiners, konnte sich der Anthroposophie aber nur über menschliche Beziehungen verbinden. Nach dem Krieg suchte er den Schutz der Schweiz und vollendete schließlich in den bergenden Mauern des Turmschlosses von Muzot die Duineser Elegien.
DR. RENÉ MADELEYN, geb. 1951, Studium der Medizin in Tübingen, Promotion über die Sprache und Sprachwahrnehmung Schizophrener. Klinische Ausbildung in Herdecke und von 1991-2016 leitende Tätigkeit als Kinderarzt an der Filderklinik. Herausgabe der Briefwechsel Rilke - Elya Nevar sowie Rilke - Alexander von Bernus. Vielfältige Dozenten- und Kursleitertätigkeit.
KONTAKT ags@rudolfsteinerhaus.org
KOSTEN Eintritt frei, Spenden erbeten
VERANSTALTER Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart
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